Alle gegen K.O.-Tropfen

K.o.-Mittel werden unbemerkt verabreicht, um eine Person in einen wehrlosen Zustand zu versetzen und ihre Erinnerungen an das Geschehen auszulöschen. Diese hilflose Lage wird dann ausgenutzt, um sexualisierte Gewalt und andere Gewaltdelikte auszuüben. Der Frauennotruf Marburg e.V. berät und begleitet Betroffene, die unter dem Einfluss von K.o.-Mitteln vergewaltigt wurden oder andere Formen sexualisierter Gewalt erfahren mussten.

In dem Projekt „Alle gegen K.o.-Tropfen“ steht die Prävention von sexualisierter Gewalt nach einer Verabreichung von K.o.-Mitteln und die Verbesserung der Versorgung von betroffenen Frauen im Fokus. Präventionsworkshops an Schulen zum Thema „Sexualisierte Gewalt und K.o.-Tropfen“, Plakat- und Informationskampagnen in Gaststätten, Kneipen, Clubs sowie auf Festen waren Maßnahmen der vergangenen Projektjahre.

„Alle gegen K.o-Tropfen“ (2020-2021) schult und sensibilisiert Fachkräfte und Multiplikator*innen.

Auch von Fachkräften wird der Einsatz von K.o.-Mitteln mit dem Ziel sexualisierte Gewalt gegen Frauen auszuüben unterschätzt. Das Wissen über K.o.-Mittel, über ihren Einsatz im Zusammenhang mit der Ausübung von Gewalt, über einen guten und wertschätzenden Umgang mit Betroffen bestärkt Fachkräfte und Multiplikator*innen in ihrer Rolle als Unterstützungspersonen.

Betroffene, die durch das häufig stark beeinträchtigte Erinnerungsvermögen verunsichert sind, werden aufgefangen, wenn das Umfeld sie ernst nimmt – auch in ihrem Verdacht, dass K.o.-Mittel verabreicht wurden. Schuldzuweisungen und Zweifel können vermieden werden und Betroffene in der Bearbeitung der Gewalterfahrung kompetent begleitet werden.

 

Das Projekt „Alle gegen K.o.-Tropfen“ will daher...

... für die Thematik der sexualisierten Gewalt unter dem Einsatz von K.o.-Mitteln sensibilisieren.

... Unterstützungspersonen und Fachkräfte aufklären und im Umgang mit Betroffenen stärken.

... über Möglichkeiten der medizinischen Versorgung und Nachweiserbringung nach dem Einsatz von K.o.-Mitteln aufklären und so den Zugang dazu verbessern.

... kommunale Präventionsprogramme zum Thema K.o.-Mittel umsetzen.

 

Wichtige Bausteine sind…

…die Verbreitung des Leitfadens bei Verdacht auf K.o.-Mittel

… digitale Fortbildungsveranstaltungen

… die Vernetzung und Kooperation mit lokalen Institutionen.

… die Weiterführung von Präventionsworkshops an Schulen.

 

Informationen über den Einsatz, die Wirkweise und Verhaltenstipps im Falle einer K.o.-Mittelverabreichung finden Sie hier

 

 

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