Für Fachkräfte und Institutionen

Fachkräfte sind nach unserem Verständnis alle, die im Rahmen ihres Berufs mit sexualisierter Gewalt konfrontiert werden könnten.

Dies können z.B. sein:

  • Eine Lehrerin, die mitbekommt, das eine Schülerin von einem Ex-Freund gestalkt wird
  • Eine Erzieherin, die erfährt, dass die Mutter eines Kindes vergewaltigt wurde
  • Ein Kollege, dem sich eine Mitarbeiterin anvertraut, die von einem anderen Kollegen sexuell belästigt wird
  • Ein Mitarbeiter beim Jobcenter, dem erzählt wird, dass eine Kundin Probleme bei der Arbeitssuche hat, da sie noch eine länger zurückliegende Vergewaltigung beschäftigt
  • Eine Sozialarbeiterin, die von einer Schülerin erfährt, dass diese von Zwangsheirat bedroht ist

 

Hiervon zu unterscheiden sind pädagogische Fachkräfte, die auf Grund ihres Berufs eine besondere Verantwortung gegenüber ihren Klient*innen haben, z.B.

  • Betreuer*innen einer Einrichtung der Behindertenhilfe
  • Mitarbeiter*innen der Jugendhilfe

Bitte unternehmen Sie keine Schritte gegen den Willen der betroffenen erwachsenen Person! Nichtsdestotrotz sind pädagogische Fachkräfte dazu verpflichtet, sich mit dem Fall auseinander zusetzen und eine betroffene Person zu schützen, sobald sie Kenntnis von sexualisierter Gewalt erfahren. Bei Minderjährigen bestehen im Sinne des Kinderschutzes besondere Verpflichtungen zum Handeln.

 

Angebote für Institutionen

Für Institutionen bieten wir Informationsveranstaltungen und Seminare zu den Themen:

  • Darstellung der Arbeit des Frauennotrufs Marburg e.V.
  • Sexuelle Belästigung in Ausbildung und Beruf
  • Auseinandersetzung und Reflexion der eigenen Haltung in Hinblick auf „sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen“
  • kollegiale Fallsupervisionen z.B. zum Umgang mit betroffenen Mädchen und Frauen

 

Außerdem bieten wir Veranstaltungen/Seminare/Workshops für Gruppen von Frauen/jungen Frauen/Mädchen zur Aufklärung über sexualisierte Gewalt, örtliche Hilfsangebote, eigene Rechte, Selbstschutzmöglichkeiten.

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