Vielfalt ermöglichen - Vielfältig unterstützen!

Wenn es  um sexualisierte Gewalt geht, fallen oftmals mehrere Faktoren zusammen. Das Projekt „Vielfalt ermöglichen – Vielfältig unterstützen! Sensibilisierung bei Gewalt gegen LSBT*IQ im ländlichen Raum“ nimmt die besondere Situation und Bedarfe von LSBT*IQ in den Blick.

Zum einen sind LSBT*IQ mit Gewaltformen konfrontiert, die heterosexuelle cis Frauen nicht erleben. Zu diesen Gewaltformen gibt es kaum Forschung, noch fundiertes Wissen, sodass Betroffene mit ihrem Erlebten oftmals allein sind und keine kompetente Beratung erhalten.

Zum anderen sind queere Betroffene von sexualisierter Gewalt überdies der allgegenwärtigen Heteronormativität ausgesetzt, d.h. wenn sie sich an Beratungsstellen, Therapeut_innen, Anwält_innen, Verwaltung oder Polizei wenden, müssen sie oft auf Unverständnis für ihre Situation stoßen und/oder ihre sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität erklären, bevor sie zum eigentlichen Thema, nämlich der erlebten Gewalt kommen können. Auch herrscht bei den Betroffenen oft Unsicherheit darüber, ob sie in Frauenberatungsstellen und –notrufen willkommen sind.

Deshalb möchte das Projekt erstens für queere Lebensrealitäten sowie die besonderen Gewaltformen, z.B. corrective rape, sensibilisieren. Zum zweiten möchte es die Beratungs- und Versorgungslandschaft für LSBT*IQ verbessern, d.h. ermöglichen, dass von sexualisierter Gewalt betroffene LSBT*IQ möglichst schnell die für sie passende Hilfe erhalten und zwar so, dass [es nicht schäbig ist. /weder ihr Begehren noch ihr Geschlecht angezweifelt werden.] Dazu gehört selbstverständlich auch die Beratung von LSBT*IQ durch den Frauennotruf Marburg e.V.

 

 

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